VW-Bank senkt für Staatshilfen den Festgeld-Zinssatz

Die Auflagen, die Banken mit großem Bedarf an staatlicher Hilfe zu erfüllen haben, sind zunehmend höher angesetzt worden. Nicht zuletzt die Kommission der Europäischen Union hat stets den Blick auf mögliche wettbewerbsrechtliche Konsequenzen nach Staatshilfen gerichtet.

Um diesbezüglich keine Fehler zu machen, nimmt nun die VW-Bank im Bereich Festgeld eine Korrektur des Zinssatzes vor, der dem Unternehmen aus Expertensicht deutlich bessere Chancen auf die Bewilligung von Hilfsleistungen verschaffen könnte. Für die Anleger ist dies natürlich weitaus weniger angenehm. Bisher belief sich der Satz auf rund fünf Prozent. Nun erwarten die Anleger bei der Volkswagen Bank “nur” noch 4,6 Prozent auf dem Festgeldkonto.

Schlecht ausgestattet sind Neukunden jedoch auch mit diesem neuen Zinssatz nicht, denn nach wie vor liegen die Produkte der Autobanken in deutlich besseren Zins-Regionen als die meisten anderen Festgeldkonten auf dem Markt. Bedingung für den Erhalt ist eine Mindesteinlage von 5 000 Euro.

Alles in allem liegt die VW-Bank mit ihrem Angebot aktuell aber immerhin noch fast doppelt so hoch wie der momentane durchschnittliche Zinssatz beim Festgeld. Wer weiß, wie lange dies noch der Fall sein wird, sollte Bundesregierung und EU-Kommission tatsächliche Finanzierungshilfen für die VW-Bank bewilligen.

Verwandte Beiträge:

  1. ING-Diba senkt erneut Festgeldzinssatz Lange galt die ING-Diba als eine der begehrtesten Banken auf...
  2. Auch Wüstenrot korrigiert Zinssatz beim Festgeld Als ehemaliger Fels in der Zins-Brandung in Deutschland galt das...
  3. comdirect senkt Festgeldkonto-Rendite Leicht haben es die deutschen Anleger sicher nicht mehr, wenn...
  4. Comdirect senkt Mindesteinlage bei Festgeld deutlich Lange Zeit hatten es die Kunden aus den weniger hohen...
  5. Festgeld-Profi ING-Diba könnte verkauft werden Wenn sich die derzeitigen Gerüchte bestätigen sollten, wird eine Top-Bank...