Übernimmt die DAB bank S-Broker vom DSGV?
Die DirektAnlageBank – kurz DAB – könnte mit einem cleveren Schachzug schon bald die eigene Position auf dem Markt für Broker-Dienstleistungen stärken. Im Gespräch ist nach derzeitigen Meldungen eine Entwicklung dahingehend, dass die Direktbank die Plattform S-Broker übernehmen könnte. Für Laien sei gesagt: Hinter S-Broker verbirgt sich ein Portal für den Handel mit Wertpapieren, dass in Zusammenarbeit der Sparkassen geführt wird.
Noch jedenfalls. Denn im Rahmen einer aktuellen Prüfung des Tochterunternehmens könnte sich der Deutsche Sparkassen- und Giroverband nach momentanem Stand der Dinge nicht nur eine Korrektur der bisherigen Ausrichtung vorstellen, auch mit dem Gedanken an eine Ausgliederung und eben dem Verkauf an die DAB bzw. einen anderen privaten Träger trägt man sich angeblich beim DSGV.
Beteiligt sind an Angebot S-Broker knapp 200 verschiedene Sparkassen, die aktuell gemeinsam rund 175.000 Kunden im Portal betreuen. Nach Pressemeldungen sollen bereits erste Gespräche zwischen DAB bank und dem Sparkassenverband stattgefunden haben, zu deren Inhalt man sich natürlich beidseitig zunächst nicht äußert.
Sicher scheint jedoch nach Aussagen des DAB-Managements, dass im Falle einer Übernahme von S-Broker keine außergewöhnlichen Veränderungen zu erwarten wären für die Kunden des Portals. Über einen möglichen Verkaufspreis ist ebenfalls nichts bekannt. In den vergangenen Jahren war S-Broker eher ein Verlustgeschäft für die Sparkassen als eine lukrative Einnahmequelle.
Verwandte Beiträge:
- Comdirect plant Umbau der Wertpapier-Tarife Als Online-Broker läuft das Geschäft bei Comdirect derzeit zwar im...
- Flatex mit Infos zum geplanten Börsengang Von den Plänen zum ersten deutschen Börsengang in diesem Jahr...
- Flatex-Börsengang mit erhofftem Erfolg zum Beginn Als das Unternehmen Flatex als virtueller Broker-Dienst vor rund drei...
