Sparzinsen: Flaute hält an

Sparen macht derzeit keinen Spaß. Die Festgeld Zinsen (ebenso beim Tagesgeldkonto) sind niedrig und lassen Vermögen nur im Schneckentempo wachsen.

Der Index der FMH Finanzberatung indiziert einen durchschnittlichen Zinssatz für täglich fällige Einlagen von 2,22 Prozent. Auch, wer sich länger bindet, bekommt kaum mehr: 2,29 Prozent werden nach Angaben der Experten für Termingelder mit einer Laufzeit von 12 Monaten gezahlt. Nach Steuern und Inflation bleibt somit praktisch keine Rendite mehr übrig.

Eine Besserung der Lage ist nicht in Sicht: Experten gehen vielmehr davon aus, dass die Europäische Zentralbank die Zinsen ein weiteres Mal senken wird – der Druck auf die Konditionen im Einlagengeschäft dürfte sich somit noch verschärfen. In Zeiten wie diesen ist die Suche nach Angeboten, die sich positiv von der Masse abheben, besonders wichtig: Nur Kunden, die vergleichen, können noch halbwegs akzeptable Zinsen erzielen. Die Karstadt-Quelle-Bank etwa zahlt auf dem Mastercard-Konto derzeit 4,00 Prozent Zinsen im Jahr. Bei der SKG-Bank werden Guthaben auf dem Kreditkartenkonto mit 3,8 Prozent ebenfalls attraktiv verzinst.

Erträge jenseits der 4,00 Prozent sind bei Banken, die Mitglied im deutschen Einlagensicherungssystem sind, derzeit nicht zu erzielen. Einige niederländische Banken bieten mehr, wie die NIBC-Direkt, die 4,8 Prozent auf dem Tagesgeldkonto zahlt. Wird das Institut zahlungsunfähig, müssen Kunden ihre Ansprüche jedoch gegenüber den ausländischen Instanzen geltend machen.