Sparbrief – eine sichere Geldanlage

Gerade in der heutigen Zeit, nach den Börsencrashs der jüngsten Vergangenheit, sehnen sich viele Menschen nach einer risikolosen Anlagemöglichkeit mit einer sicheren Verzinsung. Im Vordergrund stehen dabei oft nicht utopische Renditen, sondern vielmehr die Sicherheit der Anlage in Verbindung mit einer ausgewogenen Rentabilität.

Derzeit lässt sich beispielsweise ein so genannter Sparbrief vorbehaltlos empfehlen. Der Sparbrief zählt im Finanzwesen zu den festverzinslichen Anleihen, das heißt, die Verzinsung, und somit die Rendite, wird schon zum Vertragsabschluss für die gesamte Laufzeit festgelegt. Für den Kunden resultiert daraus natürlich eine ideale Planungssicherheit ohne Angst vor Kursverlusten oder wirtschaftlichen Veränderungen haben zu müssen. Grundlegend kann ein Sparbrief bei jedem Finanzinstitut erworben werden, welche gesetzlich über den Einlagensicherungsfond abgesichert sein müssen. Zu beachten ist jedoch, dass jedes Institut die Sparbriefe dem Kunden zu seinen eigenen Konditionen anbietet.

Empfehlenswert ist daher ein Vergleich der einzelnen Sparbriefangebote der jeweiligen Finanzinstitute. Damit ein genauer Vergleich getroffen werden kann sollte man einen Blick in die tagesaktuellen Konditionen der in Frage kommenden Banken werfen, wobei einzelne Banken oft auch Sonderkonditionen bieten, um neue Kunden zu aquirieren. Die Konditionen für Sparbriefe sind grundsätzlich tagesabhängig, weswegen ein Vergleich nur dann sinnvoll erscheint, sofern dieser an demselben Tag erstellt wird.

Zusätzlich sind auch die verschiedenen Sparbrief-Varianten ein Faktor, welcher vor dem Abschluss geklärt werden sollte.

Die Sparbriefe gibt es grundlegend in 3 verschiedenen Varianten:

  • Der normale Sparbrief: Der normale Sparbrief wird zum vollen Nennwert ( Dem Wert Ihrer Anlage) gekauft. Die Zinsvergütung erfolgt jährlich, jeweils zum Ende eines Laufzeitjahres. Über den Zinserlös kann sofort frei verfügt werden.
  • Der abgezinste Sparbrief: Der abgezinste Sparbrief ist eine besondere Form des Sparbriefs. Im Gegensatz zu dem normalen Sparbrief werden in diesem Fall die anfallenden Zinsen und Zinseszinsen zu Vertragsbeginn berechnet und die Summe wird von dem eigentlichen Anlagewert abgezogen. Der Kaufpreis für den Sparbrief liegt so entsprechend deutlich unter dem eigentlichen Nennwert der Anlage. Zum Ende der Laufzeit erhält der Kunde dann den Nennwert des Sparbriefes ausbezahlt.
  • Der aufgezinste Sparbrief : Der aufgezinste Sparbrief ist ebenfalls eine besondere Form der Anlage. Zu Beginn der Laufzeit wird die Anlage zum Nennwert gekauft, die anfallenden Zinsen werden jedoch nicht am Ende eines jeden Laufzeitjahres ausbezahlt. Durch die Einbehaltung der Zinsen kommt der Anleger in den Genuss des Zinseszins-Effekts, woraus am Ende der Laufzeit eine entsprechend höhere Rendite resultiert.

Jede der Varianten hat seine eigenen Vorteile. Legt der Anleger beispielsweise Wert auf eine jährliche Ausschüttung der Zinsen, so sollte ein normaler Sparbrief abgeschlossen werden. Die anderen beiden Varianten eigenen sich entsprechend für Anleger, welche nicht auf eine jährliche Zinszahlung angewiesen sind und dafür jedoch eine entsprechend höhere Rendite erzielen können.

Auch steuerliche Gründe können diese Entscheidung beeinflussen.
Zum Abschluss eines Sparbriefes erhält der Kunde in der Regel eine Urkunde, also eine Verpflichtung der Bank, das Anlagevermögen zum Ende der Laufzeit an den Kunden auszubezahlen. Auf dieser Urkunde werden alle relevanten Informationen hinterlegt, dazu gehören unter anderem :

  • Der Nennwert der Anlage
  • Auszahlungsdatum
  • Variante des Sparbriefes
  • Verzinsung

Zu beachten ist außerdem, dass einige Banken den vorzeitigen Verkauf vollständig verbieten, bei anderen Banken der Verkauf nach einer gewissen Laufzeit möglich ist. Übliche Gesamtlaufzeiten von Sparbriefen sind 1 – 15 Jahre. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, das Anlagevermögen auf verschiedene Produkte zu verteilen. In der Regel sollte man neben fest anlegten Anlageprodukten auch noch die Möglichkeit von Anlageprodukten ohne vorgeschriebene (Mindest)-Laufzeit wählen. Empfehlenswert ist beispielsweise eine Kombination mit einem Tagesgeldkonto.

Ansonsten besteht die Gefahr, dass beispielsweise bei einem unerwarteten Kapitalbedarf, einem Autoschaden o.ä., das eigene Kapital nicht verfügbar ist, somit auf einen Kredit zurückgegriffen werden muss und somit ein Teil der Anlagerendite durch die anfallenden Zinskosten verloren geht. Genau aus diesen Gründen empfiehlt es sich verschiedene Anlageprodukte zu wählen.

Alles in allem bietet der Sparbrief jedoch eine sichere Anlagemöglichkeit in Verbindung mit einer wirklich lohnenswerten Rendite. Wie jedoch erwähnt, empfiehlt sich ein vorheriger Vergleich der tagesaktuellen Konditionen der ausgebenden Institute und auch die Suche nach Sonderkonditionen. Durch die Festverzinsung der Anlage zu Beginn der Laufzeit entsteht eine große Planungssicherheit für den Anleger.

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