Commerzbank folgt EU-Kommission und Verkauf Unternehmenssparte
Auf Wiedersehen Vermögensverwaltung – Hallo Kerngeschäft! Mit diesem einfach aber treffenden Motto könnte nun also die neue Vorgehensweise bezeichnen, mit der die Commerzbank den Weg aus der Krise zu finden gedenkt. Als Kerngeschäft definiert das Unternehmen für sich selbst die Finanzierung von Geschäften im Mittelstand. Und so ist es nur konsequent, dass das Unternehmen Dresdner VPV NV nun aus dem Konzerngeflecht herausgetrennt und veräußert wurde.
Als niederländisches Tochterunternehmen Dresdner VPV NV war die Sparte für die Verwaltung von Fonds zuständig. Einmal mehr handelt es sich bei diesem Vorgehen der Commerzbank nicht einzig und allein um eine Entscheidung des freien Unternehmenswillens. Die Auflagen der EU-Kommission forderten einen solchen Schritt. Einen Käufer hat man jedoch schnell gefunden. Denn das Management von Dresdner VPV NV selbst übernimmt die Aktien und Anteile, die bisher zum Portfolio der Commerzbank gehörten. Im ehemaligen Tochterunternehmen wird immerhin ein Gesamtvolumen von rund 1,2 Milliarden Euro verwaltet.
Erstaunlich ist eher, wie schnell die Commerzbank diese bewusste Entscheidung getroffen hat, denn die Auflagen sehen eine Frist bis immerhin zum Jahresende 2011 vor. Vermutlich will sich die Nummer zwei der deutschen Großbanken aber schnellstmöglich ihrer Altlasten entledigen, schließlich warten noch weitere Verkäufe auf den Konzern. Ein weiterer Verkaufskandidat ist bspw. der Finanzierungsexperte für Immobilien, die Eurohyp.
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